Panissimo: Digitale Perspektiven
Während künstliche Intelligenz (KI) gewisse Unternehmen durchdringt, stehen andere noch am Anfang der digitalen Transformation. An der NovaFood werden Entwicklungen für fortgeschrittene Betriebe sowie Angebote für den Start in die Produktion 5.0 vorgestellt.
Dieser Artikel ist im Rahmen des Messespecials im foodaktuell, Fleisch und Feinkost sowie Panissimo erschienen.
Die Produktion 5.0 beschreibt die digitale Vernetzung von Maschinen und Prozessen. Wie ein eingespieltes Team
stimmen sich Abläufe ab und passen sich gemeinsam den Rohstoffen, der Umwelt und den Produktparametern an. Mit effizienteren Produktionen erhöht sich die Wirtschaftlichkeit, stabile Prozesse verbessern die Lebensmittelsicherheit. Kurzum: Für einen zukunfts- und wettbewerbsfähigen Lebensmittelproduzenten im 21. Jahrhundert ist die Digitalisierung essenziell. Lösungen und Ansätze gibt es an der NovaFood vom 26. bis 27. Oktober in der Messe Luzern zu entdecken.
Die Leitentwicklung dieser Transformation bildet die Integration von KI. Hierfür verfügt die Lebensmittelproduktion über hervorragende Voraussetzungen: Wiederkehrende Arbeitsschritte, definierte Produkteigenschaften und -anforderungen treffen auf schwankende Rohstoffqualitäten und Umwelteinflüsse. Unabdingbar ist jedoch eine auf die KI abgestimmte Erfassung der Schlüsselparameter. Sie erlaubt die automatische Auswertung und Optimierung repetitiver Produktionsprozesse.
Entwickeln und Begleiten
Die NovaFood bietet Innovationen für die Produktion 5.0. Im Ausstellerverzeichnis finden sich Anbieter von spezialisierten Maschinen, welche ihre neusten Entwicklungen im Anlagenbau für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie präsentieren werden. Dazu kommen Unternehmen, die sich auf die Begleitung von Lebensmittelhersteller bei der digitalen Transformation spezialisiert haben: Raumplanung für Produktionsstätten, Konzeption von Schaltanlagen, Lösungsentwicklungen für das Energiemanagement oder Aufrüsten bewährter Maschinen mit modernster Sensortechnik.
Verschiedene Sektoren vereint
Hierbei beschränkt sich die Auswahl der Stände nicht auf einen spezifischen Lebensmittelsektor. Die Messe vereint unter anderem Perspektiven aus der Getränkeindustrie, Back- und Süsswarenproduktion sowie Fleisch- und Milchverarbeitung.
Hinzu kommen Anbieter aus den vor- und nachgelagerten Stufen der Lebensmittelproduktion. Denn in der Produktion 5.0 sind die Warenbewirtschaftung, das Qualitätsmanagement, die Servicetechnik oder die Spedition digital angeschlossen. Mit der Optimierung von unterstützenden Prozessen wird die Digitalisierung somit für KMU, respektive Handwerksbetriebe ebenfalls relevant: Sie schafft Zeit und Ressourcen, um sich den wertschöpfenden, handwerklichen Tätigkeiten zu widmen.
Blick über den Tellerrand
Besonders bereichernd: Viele Ausstellende bringen Erfahrungen aus benachbarten Branchen wie der Medizinaltechnik, dem Tierfutter- oder dem Chemiesektor mit. Davon zeugen die Referenzen und Einsatzmöglichkeiten auf deren Webseiten. So können nicht nur bewährte Lösungen aus dem Lebensmittelbereich entdeckt, sondern auch Innovationen aus angrenzenden Bereichen
auf die eigenen Prozesse und Herausforderungen adaptiert werden. Damit erhält die Lebensmittelbranche an
der NovaFood neue Impulse über den eigenen Tellerrand hinaus. Und kann sich für den Sprung in die Produktion
6.0 – der Vernetzung von Mensch und Maschine – wappnen.
Diego Schwerzmann,
Redaktor Panissimo